GFPS Musikadventskalender 2012 Musikpralinen aus Belarus, Polen, Tschechien und Deutschland

13Dez/12Off

13. Kleingeldprinzessin/Dota und die Stadtpiraten – Zimmer (2008)

Dota und die Stadtpiaten ist ein Bandprojekt um die Berliner Sängerin, Songwriterin und Musikproduzentin Dorothea („Dota“) Kehr. Die Musik bewegt sich zwischen brasilianischen Bossa-Nova-Klängen und Jazz, die Texte rhythmisch und zumeist in Reimform. Dota begann ihre Karriere als Straßenmusikerin, wobei sie sich den Spitznamen Kleingeldprinzessin erwarb. Dies wurde 2003 auch der Titel des ersten Albums der Band und sowie der Name von Dota Kehrs eigenem Plattenlabel. Die sieben bisherigen Alben sind zumeist live aufgenommen und werden von der Band selbst herausgegeben. Auch die Musikvideos produzieren sie selbst, da sie sich nicht kommerziell vermarkten lassen wollen. [Link zur Seite, wo sie ihre Songtexte veröffentlichen: www.mittenzwischendrin.de]

Das heutige Lied ist die Nummer 2 des Live-Albums In anderen Räumen aus dem Jahr 2008, es handelt von von so manchen „Phobien“ die man in/mit seinem Zimmer haben kann

The Small Change Princess (Kleingeldprinzessin) / Dota and the Urban Pirates is a Berlin singer-songwriter with her band. The music is inspired by brazilian Bossa nova and Jazz. The name Kleingeldprinzessin comes from the time when Dota made her first steps as a musician as a busker on the street. Until now, the band does not want to make commercial music and produces everything itself. Today's song is called Room (Zimmer).
Zimmer

In meinem Zimmer ist 'ne Fliege, schwirrt und kreist wie ein Propellerflugzeug, reißt mich aus dem Traum.
Im dunklen Raume hör ich es summen, dann verstummen, dicht am Ohr.
Stell sie mir vor,ein etwa rabengroßes Tier, auf dem Kissen neben mir.
Haarig, pelzig, im Facettenaugenflimmer bricht des Mondes Schimmerlicht. Bleib länger hier im Zimmer nicht, sperr sie ein und sperr mich aus.
Schlaf heut Nacht im Treppenhaus.

In meinem Zimmer hinterm Spiegel lebt ein Biest, dass du nicht glaubst, weil du's nicht siehst, doch ich hör es dann und wann, schmatzen, murmeln oder zischen, zwischen Wand und Spiegelrahmen, nachts flüstert's meinen Namen und ich traue mich allein in mein Zimmer nicht hinein.

In meinem Zimmer herrscht die Stille mit Gewalt, formt sich die Leere und alsbald bekommt die Dunkelheit Gestalt, weil sich die Wolken schwarz und schwer, aus dem Boden wird ein Meer, ein Strudel wirbelt mich umher, der Wind wird stärker trägt mich fort, ich war seit Jahren nicht mehr dort.

Vorgestellt von Stefan

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